Montag, 18. Juli 2016

Countdown 36 Tage/ Förderkreis-Finish

Die Zeit flitzt dahin und bald geht es für mich los in Richtung Bolivien, raus von zuhaus' und hinein ins Abenteuer. Doch die Liste, die ich im Vorhinein abzuarbeiten habe, ist erdrückend lang: Spanischkurs, Gesundheitscheck, Vorbereitungsbriefe, Visum, bolivianische Geschichte, Projektauswahl, Rucksackkauf, Kontoverbindungen, Gastgeschenke, Flugbuchung...  und das sind nur einige der Dinge, die vor meinem Abflug am 23. August geklärt werden wollen. Wer hätte gedacht, dass so viele Sachen, vor allem aber Formalitäten und Berge an Papierkram, geregelt werden müssen, noch bevor das Freiwilligenjahr überhaupt erst richtig losgeht? Doch zum Glück unterstützt meine Entsendeorganisation ICJA (www.icja.de) uns Freiwillige sehr gut bei all diesen Dingen und wir werden Stück für Stück durch die Vorbereitungen geleitet.

Allerdings waren weder die (teils schmerzhaften) Impfungen noch die Ungewissheit über Einsatzort und Gastfamilie das Thema, das mich während der letzten Monate am meisten in Atem hielt, sondern der Spenderkreis.
Da ich das Glück habe, den Freiwilligendienst über das staatlich geförderte Programm 'weltwärts' zu absolvieren, werden drei Viertel aller anfallenden  Kosten vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernommen. Das fehlende Viertel, das ca. 2700 € ausmacht, muss ich allerdings selbst aufbringen. Um diese doch recht stattliche Summe zusammen zu bekommen, sollte ich mir als Freiwillige einen Förderkreis aufbauen, an dem sich möglichst viele Firmen, Vereine, Privatpersonen, Clubs u.ä. als Spender beteiligen und so insgesamt die geforderte Summe zusammenkommt.
Leider habe ich schnell gemerkt, wie schwierig es ist, ganz allein einen Betrag in dieser Größenordnung über Spenden aufzutreiben. Am effektivsten (aber auch am anstrengensten) erwies sich letztendlich die Methode "Klinkenputzen auf Teufel-komm-raus". Dabei kam mir zum Glück mein weiter Freundes- und Bekanntenkreis zugute, durch den ich mit vielen verschiedenen Menschen sprechen und sie für meinen Spenderkreis gewinnen konnte.
Da die ersten Versuche, die Leute von der guten Sache des Freiwilligendienstes zu überzeugen und zum Spenden zu animieren, oft kläglich scheiterten, ist es für mich erstaunlich, aber vor allem extrem befreiend, dass nach monatelangem Münzengesammel und hartnäckiger Überzeugungsarbeit die benötigte Summe beinahe vollständig über Spenden zusammengekommen ist. Ich bin unglaublich erleichtert und froh darüber, dass es sich am Ende doch gelohnt hat, gefühlte hundert Emails und einen Zeitungartikel zu schreiben, Spenderbüchsen aus "IM-NU"-Kaffeedosen zu basteln und sich über das Prinzip des Freiwilligendienstes und meine Motivation dafür den Mund fusselig zu reden.

In diesem Sinne möchte ich mich nochmal ganz herzlich und in aller Öffentlichkeit bei den vielen Spendern bedanken, die mir durch ihre Unterstützung dieses Jahr als Freiwillige in Bolivien ermöglichen:

Dr. Iris Lamm
Annegret Kotthoff
Annelore Woitass Imkerverein Zabeltitz e.V.
Dr. Jörg Baehnisch und Dr. Evelyn Baehnisch
SKZ Alberttreff Großenhain
Henry und Tabea Faust, Augenoptik Faust GbR
Sabine Kraus
Stenger GmbH
Stefan Crede und Angelika Tiedke-Crede
Wolfgang Maas
Klaus und Kerstin Kasper
Peter Nietzold
Manuela Schoenert
Ilona Reichel
Kristin Franke
Axel und Heike Klutzny
Kerstin Lauterbach/Fraktion DIE LINKE
Gabriele Hoffmann
Claudia Stange
Habib Mlaouhia und Kathrin Krüger-Mlaouhia
Kathleen Lopens
Sebastian Fischer
Elektro Zentrum Grossenhain EZG eG
Eva-Maria Teschner
Katharina und Andreas


Ein ganz großes Dankeschön! Ich hoffe, Sie finden ab und zu etwas Zeit und Muße, um in diesem Blog nachzuschauen, was durch Ihre Unterstützung möglich gemacht wurde - in jedem Fall war Ihre Spende für eine gute Sache, darauf haben Sie mein Wort!